Innovative Payment Modelle (Vortrag Swiss Payment Forum 2014, Daniel Eckstein, CEO)

 

Was war los in der Innovations-Ecke des Payments?

2013 und 14 war ein interessantes Jahr in Bezug auf Innovation im Payment. So gab es diverse neue Ansätze und Lösungen in beinahe allen Bereichen des Payment. Sei dies beim Akzeptieren von Zahlungsmitteln (POS) oder bei den Karten- und Walletlösungen.

Es entstanden unzählige Walletlösungen, speziell in den USA. Da die USA immer noch Magnetstreifen-Transaktionen akzeptiert kann dort die Kartennummer einfach in einer App erfasst werden und schon hat man ein Wallet. In Europa ist das etwas komplizierter, da die Wallets den EMV Standard unterstützen müssen.
Im MPOS Bereich gab auch fast täglich News. Square, iZettle, SumUp, Payleven und zirka weiter einhundert MPOS Anbieter tummeln sich im Markt und werben um Kunden. Zurzeit kommen fast täglich neue Devices auf den Markt. (Eigentlich ein gutes Geschäft für uns, denn wir helfen einigen mit unserem EMV L2-Kernel, sowie der entsprechenden Zertifizierung.)
Sehr viele Terminals und Wallets setzen dabei auf die NFC Technologie.
Eine andere Innovation welche sehr grosse Medienpräsenz hatte, ist sicherlich Bitcoin. Bitcoin ist eigentlich eine sehr interessante Technologie, aber ob sie für den Zahlungsverkehr tauglich ist, bleibt zu beweisen. Bitcoin skaliert sehr schlecht, da es technologisch sehr aufwändig entwickelt wurde. Die Blockchain wird immer grösser und damit die Transaktionen immer langsamer. Das Bitcoin-Netzwerk hat eine maximale Transaktionsverarbeitungsrate von 6 TRX pro Sekunde. Mehr geht nicht. Visa zum Beispiel verarbeitet heute 2’000 TRX pro Sekunde. Da Bitcoin sehr verschwenderisch mit den Ressourcen umgeht (Rechenpower und Strom = Wärme), behaupten einige Technologie-Freaks die Bitcoin Rechner seinen eine etwas teure Heizung.
Ebenfalls gab es immer wieder Lösungen und Ansätze mittels der iBeacon-Techologie (Low Energy Bluetooth) zu bezahlen. Diesen Bereich erachte ich aber eher als experimentell, da sich die Kartenindustrie für NFC entschieden hat. Aus meiner Sicht wird sich iBeacon daher eher für Loyalty und andere Applikationen nutzen lassen als für das Bezahlen. Dies aus einem ganz einfachen Grund: EFTPOS Terminals verfügen über keine iBeacon Infrastruktur und somit ist diese Technologie nicht flächendeckend verfügbar. Daher sehe ich für diese Technologie bei den „offiziellen“ Zahlkarten eher keine Zukunft, bei lokalen und händlereigenen Zahlungsmitteln wäre es aber durchaus möglich Lösungen auf Basis von iBeacon zu entwickeln. Andererseits basiert kein grosser Wallethersteller (Apple, PayPal, Google, etc.) auf dieser Technologie. Daher eher nein für Payment Karten.
Ein weiterer grosser Technologie-Trend war HCE (Host Card Emulation). Diese Technologie ermöglicht es, sichere, NFC-fähige Walletlösungen ohne die MNO’s zu verbreiten. Ich denke von dieser Technologie werden wir in Zukunft noch einiges hören.

Letztes Jahr hatte ich an dieser Stelle einige „kuriose“ Innovationen vorgestellt. Z.B. Coin (https://onlycoin.com/), eine Karte auf welche mehrere Magnetstreifen codiert werden können. Von diesem Unternehmen hat man dieses Jahr keine News erhalten. Auch auf der Webseite wurde nur ein Eintrag vom April veröffentlicht. Ich nehme daher an, dass dies kein riesiger Erfolg war. Ebenfalls Google Glas Payments. Die Website ist immer noch im gleichen Zustand wie letztes Jahr. Das Produkt ist daher scheinbar nicht der absolute Brüller. Ich habe aber trotzdem noch ein neues Google Glas Payment Produkt gefunden: Glasspay (http://www.glasspay.us/). Schauen Sie sich das mal an. Ich als Technofreak wäre wahrscheinlich bereit so ab ca. 2021 so zu bezahlen. Bis dahin sind höchstwahrscheinlich alle anderen Zahlungsmittel und Methoden einfacher zu handhaben.

Ganz generell kann man aber sagen, dass 2014 das Jahr von NFC und Tokenisation war.

Diese Technologie hat sich im Markt verbreitet und auch Apple hat nach jahrelangem Zögern sich für die NFC Technologie entschieden. Somit ist NFC nicht nur die Technologie der Wahl der Kredit- und Debitkarten sondern auch bei den Wallet-Applikationen.

In der Schweiz wurde in den letzten zwei Jahren die komplette EFTPOS Terminal Population ausgetauscht und wir haben heute beinahe an jeder Kasse die Möglichkeit kontaktlos zu bezahlen. Nahezu 80’000 Verkaufspunkte akzeptieren NFC-Transaktionen.

Rund 20% der Kreditkarten-Zahlungen bei Migros sind bereits kontaktlos. Im Bereich Selfscanning sind es sogar rund 40%. Ich erachte das eine sehr hohe Akzeptanzrate, insbesondere da diese Technologie erst seit 2014 wirklich flächendeckend zu Verfügung steht. Scheinbar ist diese Art der Bezahlung einfach und für jedermann verständlich, daher wird sie auch angewendet.

Das gleiche gilt für Europa. Im 2013 wurden in Europa 340.1 Millionen kontaktloser Zahlungen abgewickelt. Die führenden Länder hierbei sind:

  • Poland (158.7 million purchases)
  • UK (94.3 million purchases)
  • Czech Republic (30.6 million purchases)
  • Slovakia (23.1 million purchases)
  • Spain (17.5 million purchases)

Und der Kontaktlos-Boom hat erst begonnen. Ich persönlich hätte nicht gedacht, dass die Konsumenten diese Technologie so schnell aufnehmen.

Und dieser Erfolg führt uns zur wahrscheinlich grössten “Innovation” im Jahre 2014: Apple Pay.

Apple hat im September 2014 bei der Präsentation der neuen Appleprodukte “Apple Pay” vorgestellt. Eine neue Möglichkeit mit dem iPhone, resp. allen iOS-Geräten Zahlungen abzuwickeln. Hierbei basiert Apple Pay auf auf allen grossen Kreditkarten nämlich Visa, Mastercard und American Express. Mit Apple Pay ist es möglich die Kartennummer ins iPhone zu übertragen und somit an der Kasse zu bezahlen. Hierzu wird ebenfalls die NFC Technologie genutzt um eine Zahlung auszulösen. Was ist also neu, resp. innovativ an Apple Pay? Eigentlich relativ wenig. Google und andere Walletanbieter bieten diese Möglichkeit schon sein einigen Jahren. Was aber sehr speziell ist, dass Apple in Zusammenarbeit mit VISA und Mastercard einen Tokenisation-Service aufgebaut hat welcher nicht die reale Kartennummer sondern abgeleitete Kartennummern sogenannte Tokens in das Smartphone übertragen lässt. Als Übertragungsmedium zu den EFTPOSTerminal’s dient die NFC-Technologie. Das Handy emuliert dabei eine kontaktlose Karte. Somit verhält sich das Smartphone identisch wie eine kontaktlose Zahlkarte. Aus diesem Grund kann ApplePay an jedem handelsüblichen EFTPOS Terminal mit kontaktlos Funktionalität eingesetzt werden. In der Schweiz wäre dies somit flächendeckend möglich.

Das sind die Good-News. Ab sofort kann jeder Issuer an diesem System teilnehmen. Hierzu muss er einen Tokenistation Service anbieten und mit Apple einen Vertrag unterzeichnen, damit die virtuellen Kartennummern (Token) in die iPhones geladen werden. Das gleiche kann der Issuer dann mit Goolge und allen anderen Wallet-Anbietern machen welche diese NFC/HCE/SE Technologie unterstützen. Dies führt sicherlich zu einer schnelleren Verbreitung von Wallet-Lösungen auf den ganzen Welt.

Aus den geschriebenen Sätzen lässt sich ableiten, dass Apple nun der grösste Wiederverkäufer von VISA

In der Payment Industrie sind richtige Innovationen eher selten. In unserer Industrie ist Innovation fast immer die Verbesserung von bestehendem, also eher eine Evolution. Dabei wird vor allem der Einsatz der Kreditkarte vereinfacht. Richtige Innovation, resp. disruptive Innovations, sind so quasi inexistent. Und diese hat auch einen guten Grund., Mastercard und American Express ist. Apple verdient dafür 0.15% vom Kaufbetrag. Schön und toll für Apple. Aber was ist hier Innovativ und was bringt dies den Kunden? Sie können nun mit einer Kreditkarte bezahlen, aber das konnten sie ja vorher auch schon.

Die Evolution des Payments sieht in etwa wie folgt aus. In den sechziger Jahren startet die Kreditkarte mit Magnetstreifen. Ca. im Jahr 2000 kam die Chip und EMV Technologie. 2006 gehen die ersten NFC fähigen Kreditkarten an den Start. Ab 2010 sieht man die ersten NFC fähigen Wallet basieren auf dem Secure Element der MNO’s. 2014 kommt die NFC Technologie mit Tokenisation von Apple. In Zukunft wird es wahrscheinlich Smartwatches mit NFC Chips geben welche für Zahlungen eingesetzt werden können. Aber was ist all diesen Zahlungsmethoden gleich? Sie basieren auf der Kreditkarte.

Everything is based on credit cards. Wo bleibt da die Innovation?

Ein möglicher, neuer Trend ist die Zahlung mittels einer Smartwatch durchzuführen. Smartwatches, wie es der Name schon sagt, sind intelligente Uhren welche mit vielen Sensoren und Technologie bestückt wird. Unter anderem können sie sogar die Zeit anzeigen. Aber Spass bei Seite. In den aktuellen Generationen von Smartwatches werden ebenfalls NFC-Chips verbaut. Mittels diesen NFC-Chip kann die Uhr die Zahlungsinformationen an ein Zahlterminal übermitteln. Hierzu kann exakt die gleiche Technologie verwendet werden wie ApplePay oder Google Wallet, respektive die Technologie einer normalen, kontaktlosen Zahlkarte.
Aber die Smartwatch kann noch mehr. Smartwatches haben den Vorteil, dass sie über diverse biometrische Sensoren verfügen und somit auf Grund der Puls-Rate, Körpertemperatur, Blutdruck, Fettmessung, etc. relativ gut bestimmen können von wem sie gerade getragen werden. Userauthentication heisst das. Für den Zahlungsvorgang würde das wahnsinnig helfen, denn es identifiziert den “Uhr-” respektive “Karteninhaber” und der PIN müsste nicht mehr eingegeben werden.
Ich bin mir sehr sicher, dass wir schon nächstes Jahr mit den ersten Smartwatches bezahlen können, da auch dies keine riesige Innovation ist, sondern auch nur eine andere, “einfachere” Art mit der Kreditkarte zu bezahlen.

Was wollen die Kunden?
Die Kunden wollen einfach über Ihr Geld verfügen, es ausgeben, sparen, anlegen, etc. Wenn ich etwas bezahlen will dann soll dies einfach, sicher und transparent funktionieren. Sicher und transparent sind hier die Schlagworte. Sicherheit bedeutet, dass keine Betrugsszenarien möglich sind und Transparent bedeutet, dass ich jederzeit die Kontrolle sowie den Überblick über meine Zahlungen habe. Und natürlich soll es nicht extra Kosten wenn ich ein bestimmtes Zahlungsmittel einsetze. Dies gilt z.B. nicht mehr in allen Fällen bei den Kreditkarten. Wenn ich bei den Elektronik-Discountern (Digitec, Steg, etc.) mit Kreditkarte bezahle muss ich einen Aufpreis akzeptieren. Wieso denn das?
Weil die Akzeptanz von Kreditkarten Geld kostet. Es ist ja durchaus ok, dass ein guter Service Geld kostet. Es ist jedoch nicht wirklich nachvollziehbar dass der gleiche Service immer mehr kostet nur weil neue Player in den Markt kommen und auch etwas vom Kuchen abhaben wollen.

Dies haben einige wenige Leute erkannt und daher gibt es in unserem Markt auch “richtige” Innovationen. Die berühmteste ist wahrscheinlich Bitcoin. Eine eigene Währung die ohne Transaktionskosten und andere Gebühren ausgetauscht werden kann. Eigentlich super. Aber eine eigene Währung hat seine eigenen Probleme und ist Wechelkurs-Schwankungen ausgeliefert und somit auch nicht von jedermann nur geschätzt. Und dann gibt es ja noch das Thema des übermässigen Ressourcenverbrauchs. (Stromkosten)
Eine andere sehr innovative Lösung ist Dwolla. Dies ist eine Möglichkeit Zahlungen direkt von einem Bankkonto zum anderen zu übertragen. Und dies in realtime, vom Computer oder Mobiltelefon. Funktioniert ganz einfach und kostet den Händler nur 25 USCents pro Trx.
Letztes Jahr am Swiss Payment Forum hat uns Bo Harald von der “Real Time Economy” erzählt, und dass diese in den nordischen Staaten (Norwegen, Schweden, Finnland) heute schon Realität ist. Dort kann man in Real Time Geld von einem Bankkonto auf das andere übertragen.
Eine weitere neue Lösung in diese Richtung ist Jiffy (https://www.sia.eu/Engine/RAServePG.php/P/647510012601/L/1), ein Produkte der SIA aus Italien. Diese Lösung wurde am 15.10.2014 das in Mailand vorgestellt. Mit ihr soll es möglich sein Zahlungen von Bank zu Bank mittels SEPA “real time” credit transfer zu übermitteln. Sie soll es 400 Millionen EU Konteninhabern ermöglichen Zahlungen in Real Time von IBAN zu IBAN zu tätigen. Wie gesagt, die Lösung ist brandneu und wir werden das genau verfolgen.

SIX Payments Services hat eine wunderbare P2P Lösung vorgestellt. Diesen Lösungen gebe ich sehr hohe Marktchancen. Die Markteinführung hängt aber stark vom Preismodell ab. Ist es zu billig, dann wir es von den Banken nicht gefördert. Ist es zu teuer, so wir es von den Konsumenten (und dem Handel) nicht akzeptiert. http://www.six-interbank-clearing.com/dam/downloads/de/clearit/59/p2p.pdf

Innovationen im domestischen Zahlungsverkehr
Im nationalen Zahlungsverkehr gibt es noch einen Trend den wir in den letzten zwei Jahren festgestellt haben: den Kauf auf Rechnung. Wenn ich mit einer Kreditkarte bezahle ist diese ja nichts anderes als heute etwas zu kaufen und dafür morgen die Rechnung zu erhalten. Immer mehr Inkasso-Firmen haben Lösungen entwickelt die genau dies ermöglichen. Ich kaufe etwas und erhalte ende Monat die Rechnung. Und dies noch besser; ich kann beim Kauf auf direkt auf einen Ratenzahlungsvertrag einwilligen. Und dies bei jedem Kauf, bei jeder Zahlung, egal wie hoch der Betrag ist.
Diese Lösungen stossen auf ein sehr grosses Echo im Ecommerce finden Ihren Weg aber auch an den POS. Accarda als Betreiberin der Manor-Karte, der grössten Schweizer Privatkarte, bietet ein solches System mit grossem Erfolg an. Denn im Bereich Ecommerce möchten ca. 50% aller Kunden mit Rechnung bezahlen und der Händler möchte die Zahlungsgarantie. Genau hier kommen diese Systeme sehr erfolgreich zum Einsatz. http://www.accarda.com/de/produkte/kauf-auf-rechnung/

Das sind doch wirkliche Innovationen. Es ist schnell, einfach, kann von jedermann benutzt werden und kostet keine extra Gebühren. Und genau das ist der Haken. Wenn es keine Gebühren kostet dann wird es von den Banken leider nicht gefördert. Aber vielleicht macht ja eine kleine Bank den Anfang und wer weiss was dann passiert.

MPOS
Noch ein Wort zu MPOS. MPOS wurde in der Schweiz vor allem von der UBS und SumUp eingeführt. Ich hatte letztes Jahr schon ausgeführt, dass MPOS ein neues Geschäftsmodell benötigt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Händler über längere Zeit bereit sind einen Kommissionssatz von 2,75% zu akzeptieren. Dies speziell vor dem Hintergrund dass sich der Kommissionssatz für POS Transaktionen langsam unter 1% bewegt. Ab 2015 werden die Interchange-Gebühren aufgrund eines EU-Gerichtsbeschlusses auf 0.3% gesenkt. Da kann ich mir sehr schlecht vorstellen, dass Geschäftsmodelle mit 2,75% noch funktionieren.
Abrantix hat sich in den letzten zwei Jahren stark mit diesem Thema auseinander gesetzt und eine MPOS Lösung entwickelt, welche ohne zusätzlichen Gebühren auskommt.

In diesem Sinne: seinen Sie innovativ und nicht naiv.

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

sfsd

Apple Pay, the biggest reseller of Visa and MasterCard

Everybody has been watching and waiting for the announcement that Apple will enter the payments market, and …… drum roll …. they’ve just announced Apple Pay!  Cool name, but what is it and will it rock the payment industry?

First the good news. With Apple, one of the biggest technology inventors has just entered the payment market. Along with the fresh ideas this should bring into the industry, it might also generate some speed within technology circles and therefore get new ideas out into the market a little faster.

Now the bad, or ‘not so good news’. Apple Pay is entirely based on credit cards. That means it is not a new payment method.  It looks more like Apple will become one of the biggest resellers of the credit card industry. They will only facilitate the use of credit cards, and in our industry players like that have a name: payment facilitators.

From my point of view payment is when money (value) changes its owner. This is the business of the credit card industry.  Apple doesn’t do anything here. Therefore I think Apple Pay is not a payment system. However, Apple is very innovative so it might invent a new payment system soon. If Apple begins transferring money directly between iTunes accounts, things will change dramatically but this would mean war against the banks. I just can’t see that scenario happening though, since all the big companies depend on good relations with the banks.

Until then the big technology companies are not really payment innovators, they just help credit cards to become stronger and even more established as the number one payment method used for shopping, internet, mobile, etc.
Meanwhile we will see how Apple Pay will be used by the population of the world (not only by the payment experts).  I’m not sure if it’s cooler to wave your mobile phone instead of waving, or even swiping, a card. I will ask my mother if she can explain this to me.

Please share your opinion. Does your mother understand the benefits of Apple Pay? Or is there any benefit?

New payment methods in a global world?

In recent years, we have seen a lot of innovation in the payment space. It’s not just cash, credit card or cheques anymore. You pay for your coffee with your contactless card or mobile app.  You do some cross-channel shopping; standing in a shop looking at a product and then using your phone to buy it online and get it delivered. You might pay hands free at your favourite fashion shop or take a cab ride without even needing your wallet.  Or you send some money to a friend via GMail.

Most of the new brands and payment methods we have seen focus on the way payments are made by the consumer or how merchants can accept new forms of payments. And most of them are or were to be the next big thing in the payment industry. But are they really?

While the way we shop and pay has changed, in the background things seem to still work the same way. Most of these new forms of payment will require you to create an account and – surprise, surprise -  register with your credit card details. Then you will either load some money onto your account, or the money spent on the account will at some stage be charged to your card. Sometimes you can also choose a domestic form of payment for this, for example the Lastschriftverfahren in Germany with PayPal. So while the front end, the POS, is addressed with very creative and good solutions, the nitty-gritty of the actual transferring of money is not.   We still rely on good old credit cards.

Simply put, what is electronic payment at the end of the day?  It is transferring money from account A to account B. This is easy if you know which account to transfer to and if you are in an authenticated environment (e-banking). But as we all know, looking at this from a POS or consumer’s perspective, this is one of the major issues in payment.  A vast number of consumer banks and a vast number of merchant banks need to be connected in some way. This issue was addressed elegantly by the card schemes. Their network connects all these entities which keeps them alive and makes them part of these new payment methods.

Now, if you have ever spent more than a few months living in different countries, you will know that banking is something very domestic (except if you have a lot of money, then you might have a different experience). You cannot open a bank account if you do not live in the same country as the branch where the bank is located. And if you move abroad for a longer time, the bank might charge you a lot because you live abroad. The same applies for merchant banks.  Most likely a merchant can only open a bank account in the country where it is located.

So, returning to my original topic of new forms of payment, I have not yet seen a payment method that solved this problem. Either they are domestic, or they use the rails of the card schemes to solve this problem. Even worse, many of the new payment methods work only in the country they were first launched (e.g. Gmail Send Money only works in the U.S.).

There are several reasons for this.  Rules and regulations that differ in different regions and countries, proprietary bank interfaces and the cost of integrating them, banks not willing to support a payment method they do not benefit from and so forth. This is the big value of the card schemes and funnily enough is also one of the original problems they wanted to solve.

I am very excited about many new methods of payment, and from a consumer perspective the points I made above are not that important. However, for the payment industry the big innovation would be to overcome this dependency on the card schemes. A payment method that will truly replace credit cards will have to work all over the world.

I think we have only seen the first steps in this changing world of payments. How difficult will it be to overcome dependencies on the card schemes?

Please share your thoughts on this, we appreciate it.

 

Paypass, Paywave and Expresspay, a nightmare for developers

We have been developing contactless EMV level 2 kernels since two years for the various payment schemes, and I must admit: it is a nightmare. There are obstacles everywhere. One of the biggest issues (or stupidities) is, that Visa, Mastercard and American Express cannot agree on a common specification. Not to mention the totally different certification processes. Under these circumstances, what does EMV stand for?

Maybe we start from an earlier point in EMV history. In the early days EMV was standing for Eurocard, Mastercard and Visa to develop a worldwide common standard to process card payments. That really worked well in the contact (chip card) environment. There is one specification and one certification process. EMV recommends to take around 18 month time to develop and certify a contact kernel. The certification is good for Visa, Mastercard and Amex. Perfect. That way, everybody can calculate their development cost plus around euro 50’000 for test tools and certification fees. Something between 200’000 and 400’000 Euro is a normal value.

With NFC things changed. Visa, MaterCard and Amex have their own implementation specifications for the EMV Level 2 contactless kernel. Also the certification cannot be done at one single place. You must do a certification for each kernel at an accredited certification laboratory. As you can imagine you also need several test tools to be able to prepare for certification. Now you can recalculate the cost for development and certification for a contactless kernel. Just multiply everything by three. Ok, that might be a bit exaggerated, but you will face double the cost as for a contact kernel, for sure.

But know, since the contactless stuff is still in a pre-birth (embryonic) state, things like specifications, test tools and certification processes change a lot. To give you an example: with the Expresspay Contactless Kernel we had to pass around 500 test cases. After we were down to 5 unpassed tests, we received a new version of the test tool that sent us back to around 300 unpassed tests. That means they fixed over half of their tests? This game went on three times until we had a test tool that was ok and free of bugs. Annoying or nightmare-ish. Or think of developing Paypass 2.1 versus Papass 3.0. This is basically a totally new specification and you can almost redevelop everything from scratch to pass the 3.0 certification. This multiplies the cost by 3 or 4 times, for sure.

And why do we have to do this? To process maybe one percent of all the transactions contactless? That’s a lot of pain and a very small gain.  I hope the industry is not starting to hate NFC before it starts. Or; does NFC really start or will it be a stillborn child of some technology freaks?

I would love to see some comments of fellow developers or card scheme people. Maybe we did everything wrong or we have a lot of suffering friends out there. Please drop a comment.

 

 

Visa plans to accelerate acceptance/use of EMV cards in U.S.

EMV Deployment Map (September 2010)

In Summer 2011 Visa announced plans to accelerate the acceptance and use of EMV cards throughout the U.S. EMV cards are also known as IC or Chip cards. This announcement was no surprise as EMV has been a long accepted standard through Europe and Asia. However, to make the entire network EMV ready requires all the participants in the market to adapt their systems. Chip cards will need to be issued, the acquirer/processors must adapt their host systems and the terminals at the POS will need to be replaced.

Accompanying the announcement Visa published a road map stating the following:

  1. Visas Technology Innovation Program (TIP) will be expanded into the U.S., effective October 2012.
    This means Visa will waive the annual validation of a merchant’s PCI/DSS compliance, as long as at least 75% of the merchant’s transactions originate from dual-interface EMV terminals. Dual-interface terminals are terminals that can process contact and contactless EMV transactions.
  2. All participating acquirer/processors have to make their systems EMV ready by April 2013.
  3. Visas global POS Counterfeit Liability Shift Program will be extended into the U.S., effective October 2015 (two years later for petrol merchants).
    This program will transfer the liability for fraud originating from non-EMV transactions to the acquirer/processor, and as a result to the merchant as seen in other countries.

This plan clearly focuses on two goals:

  1. Reducing fraud.
  2. Setting the benchmark for NFC based card acceptance (for example; contactless payment by card or mobile phone).

In recent years the U.S. has been an easy target for fraud. In 2008, fraudulent transactions made up 0.04% or USD 8 billion of the complete U.S. turnover of credit card transactions. Card numbers are being stolen all across the world and used in the U.S. to commit fraud. The predominant number of magstripe POS terminals makes this a relatively easy way to commit fraud. With the adoption of the liability shift program one large fraudulent region will be eliminated, as seen in other countries that already run the program. Once this has been achieved, the question remains: Where will the fraud move next? Until chip cards are used worldwide, magstripe fraud will remain a global problem.

Interestingly, the liability shift program is a sweet deal for Visa as it will instantly and largely increase the points of acceptance for NFC based cards. Conversely, it will be a cost intensive change for the merchants as it forces them into changing their POS infrastructure into dual-interface EMV terminals. This sets the ground for Visas contactless program Pay Wave and for mobile payment. Google already provides a nice solution with its wallet, where the phone emulates an NFC payment card.

This is where we believe it gets really interesting. In contrast to Europe where cardholder authentication through PIN is usually required, Visa aims for an online / non-PIN model in the U.S. which will pave the way for contactless transactions. Wave the card and that’s it, no PIN entry required. Issuers and acquirer/processors will be happy with this, as it lessens the costs and complexity on the card and the terminal.

In contrast to all of this, one can see an increasing market for “easy” magstripe transactions. Square, amongst others, provides an easy way for merchants to accept magstripe cards. Up to April 2011 Square has seen USD137M total flow. These payment solutions target small businesses and make it very easy to accept credit cards as a merchant. Common to all these solutions are high transaction fees for the merchant and the full risk of chargebacks. What some people might not know is that Visa invested in Square. There seems to be a two way strategy in pushing the mid and large size businesses into accepting contactless EMV cards and enabling small businesses to accept credit cards on their full risk. Clearly a winner for Visa! But what do they actually do for it?

In the longer term magstripe transactions will disappear. Issuers will simply stop issuing magstripe cards. This has already started in some Eastern European countries. The main reason is fraud, but also because there is new technology that makes cards obsolete. The “card” itself might not be a “card” anymore, but a mobile phone, key fob or all sorts of mediums carrying the chip. While it may take several years to fully implement, it is interesting to wonder how small businesses will be targeted.